Modellvorhaben Erfurt Neue Mitte Süd
Die beiden Wohnsiedlungen Wiesenhügel und Herrenberg der Landeshauptstadt Erfurt sind räumlich durch einen tiefen Taleinschnitt getrennt. Das neue Brückenbauwerk hebt die Trennung auf und aktiviert den Talgrund zu einem verbindenden Zentrum. Von beiden Höhenlagen führt eine Bücke direkt auf einen zentralen Platz, der zukünftigen neuen Mitte. Aufzüge im Brückenbauwerk gewährleisten sowohl eine bequeme als auch barrierefreie Überwindung der beträchtlichen Höhenunterschiede.
Neben der kurzen und effektiven Wegeführung über Stege, Treppen und Aufzüge ist ein barrierefreies Flanieren oder Radfahren vom Wiesenhügel bis zum Stadtplatz möglich.
Von weither wird das neue Brückenbauwerk als städtebauliches Zeichen der Neuen Mitte sichtbar sein. Das Brückenbauwerk „Höhenweg“ zeichnet sich als zeitgemäße Interpretation einer raumbildenden Fach-werkkonstruktion aus. Zeichenhaft ist es auch als stadtraumbildendes Element, das Teil der Skyline von Erfurt Ost wird. Die Lage des Bauwerks, sowie seine leichte und filigrane Konstruktion markieren die intel-ligente und effektive Komplettierung des Wegenetzes und geben den verbindenden Wegen Gestalt. Dem Bauwerk gelingt es, die unterschiedlichen Höhen, Orte und Gebäude zu einem Ganzen zu verweben. Die bestehenden Bauten werden so zu einer neuen Einheit zusammengefügt. Verschmelzung zwischen Bauwerk und Freiraum Das Brückenbauwerk wird selbst zu einem wichtigen Freiraum. Aufenthaltsbereiche mit Bänken, Aussichtpunkten, Spiel- und Sportangebote sind in das Bauwerk integriert und lassen so einen multicodierten, dreidimensionalen Freiraum entstehen. Gleichzeitig wird das Brückenbauwerk zu einem mehrgeschossigen, vertikalen Garten. Stark wüchsige Ranker wie Wein oder einjähriger Hopfen nutzen die Konstruktionsstruktur als Rankhilfe und verwandeln das Bauwerk in eine grüne Gartenskulptur.